vollwertig - pflanzenbasiert

Der Lustfalle zweiter Teil

Warum das, was uns einst das Überleben gesichert hat, heute oftmals krank macht - das erklärt das Buch "Die Lustfalle" anschaulich. Heute nochmal ein wenig mehr darüber

Neandertaler haben gut überlebt

Letztens habe ich ein tolles Interview mit Doug Lisle gesehen und das hat mich inspiriert, mich wieder mal mit der Lustfalle zu beschäftigen. Ich habe ja schon mal ein wenig über das Buch "Die Lustfalle" berichtet, in dem erklärt wird, warum es uns heute so schwer fällt, uns gesund zu ernähren. 

 

Alle Lebewesen, auch wir Menschen, werden von 3 Faktoren motiviert: wir suchen Vergnügen, wollen Schmerz vermeiden und unsere Energie dabei möglichst sparen. 

 

Wenn uns Lebewesen die Möglichkeit geboten würde, ohne Umwege zu maximalen Vergnügen zu gelangen, was in einem natürlichen Umfeld so nicht gegeben ist, würde die Motiviationstriade uns dazu führen, unser Glück im Grunde zu schmälern. Unsere Sinne würden getäuscht und es entsteht so viel positives Feedback im Körper, dass Entscheidungen getroffen werden, die richtig erscheinen, weil sie die Lust maximieren, aber die Gesundheit gefährden und selbstzerstörerisch sind, also eigentlich Schmerz und Krankheit erzeugen. Und das ist genau der springende Punkt, der heute leider oft bei unserer Ernährung geschieht. 

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Brokkoli-Falafel 2.0

Heute ein erprobtes Rezept für gesunde Falafel ohne Fett, die super schmecken und in denen sich auch noch super-gesundes grünes Gemüse verstecken kann, falls für kleine oder große Mitesser notwendig :-)

gesunde Brokkoli-Falafel

Vor einiger Zeit hat sich in meinem Gemüsekistl vom Biobauern meines Vertrauens auch ein Rezept für Brokkoli-Falafel mit Tahinisauce befunden. Falafel sind frittierte Bällchen aus pürierten Kichererbsen (manchmal auch Bohnen), Kräutern und Gemüse, die aus der arabischen Küche stammen. 

 

Ich finde Falafel ziemlich lecker und sie sind oft eine gute pflanzliche Alternative wenn ich essen gehe. Aber da sie in Fett gebraten werden, wird mir anschließend eigentlich immer etwas schlecht.  Ausserdem sind sie im Lokal auch fast nie glutenfrei, was ich nicht ganz verstehe. Ich habe sogar schon mal nachgefragt, was da drin ist und die Antwort war: Weizenmehl zum binden. Das ist aber gar nicht notwendig, da Kichererbsenmehl (oder Sojamehl) genauso gut bindet. Und Falafel sind doch eigentlich Kichererbsenbällchen, warum also dann nicht auch Kichererbsenmehl? Nun ja, bisher wurde mein Vorschlag leider noch nicht umgesetzt - also koche ich weiterhin viel lieber selber als essen zu gehen. 

 

Das entspannt mich, ist ein kreativer Prozess und fast immer auch die gesündere Variante. So habe ich auch an diesem Rezept herum probiert. Und möchte euch heute die Version 2.0 vorstellen.  Aber die tolle neue Idee des Originalrezepts war, die Falafel-Bällchen mit Brokkoli zu machen. Wie gesund Brokkoli und andere Kreuzblütlergewächse für unsere Gesundheit sind, habe ich  hier und hier schon erwähnt und nun gehts wirklich zum Rezept. 

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Nochmal Darm, diesmal mit Charme

Giulia Enders Buch "Darm mit Charme, Alles über ein unterschätztes Organ" hat mir nochmal so einige Überraschungen und interessante Details über unsere Verdauungstätigkeit gebracht. Darüber heute mehr

Giulia Enders "Darm mit Charme"

Nach den Weihnachtsschlemmereien bereitet die Verdauung oftmals so einige Probleme, wie Verstopfung oder Übelkeit. Dem ganzen Verdauungsthema hat sich Giulia Enders vor einigen Jahren in ihrem Buch "Darm mit Charme" angenommen und dort vom Start der Verdauung im Mund bis runter zum Schließmuskel alles genau und auf sehr lustige Weise beschrieben. Aus eigener Betroffenheit begann sie sich für das Thema zu interessieren und später Medizin zu studieren. 

 

Eingangs beschreibt sie im Buch, dass wir Menschen im Prinzip aus 3 Schläuchen entstehen: der erste Schlauch durchzieht uns und verknotet sich in der Mitte - das ist das Herz und das gesamte Blutgefäßsytem. Der zweite Schlauch bildet sich fast parallel zum Rücken und macht oben eine Blase, das Gehirn - das ist das Nervensystem. Der dritte Schlauch der uns durchzieht, ist das Darmrohr. Aus diesem bilden sich auch die Lungen, die Leber, die Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, die Speiseröhre, der Magenbeutel und natürlich der Darm, um den es in ihrem Buch dann im Detail geht. 

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Rosenkohl-Pralinen

Kohlsprossen sind kleine Vertreter der überaus gesunden Kreuzblütlergewächse. Trotzdem mögen viele Menschen sie nicht so wirklich. Heute ein einfaches Rezept, das euch sicherlich gut schmeckt!

Rosenkohl - leckeres Rezept, das jedem schmeckt

Rosenkohl, in Österreich Kohlsprossen genannt, stammt aus Belgien, weshalb er im Englischen Brussels Sprouts heißt - alles klar? :-) 

 

Sie wachsen spiralförmig als kleine Knospen an einem Stamm, der etwa 50 cm hoch ist. Aus diesen Knospen würden im zweiten Jahr die Blüten wachsen. Die Kohlsprosserl werden oft erst nach dem ersten Frost geerntet, wodurch sie noch ein wenig süßer werden. Sie sind ein regionales Gemüse und werden aufgrund der späten Erntezeit gerne als frisches, vitamin- und mineralstoffreiches Wintergemüse verwendet. Dennoch schmecken sie nicht jedem - hier nun eine einfache Zubereitungsart, die fast jeder mögen wird, weil sie die natürliche Süße betont. 

 

Das erste Mal habe ich Rosenkohl im Backrohr probiert nach einem Rezept von Chef AJ, die ja sehr puristisch isst, also wirklich gar nichts Fettes, überhaupt kein Salz, gar nichts Süßes ausser Datteln und tatsächlich nur vollwertig. Sie hat den Rosenkohl nur mit 2 Teelöffel Balsamico-Essig und 2 Teelöffel salzfreiem Senf mariniert und dann im Backofen bzw. airfryer (einer Heißluftfritteuse) gebacken. So haben mir die Kohlsprossen voriges Jahr auch schon sehr gut geschmeckt, wobei ich dafür zerstampfte Senfkörner statt dem Senf aus dem Glas genommen habe.

 

Anthony William hat aber vor kurzem sein Rezept für "Maple Roasted Brussels Sprouts" vorgestellt, das noch besser schmeckt. Dabei wird der Rosenkohl mit Zitrone, Ahornsirup, Knoblauch, Cayennepfeffer, Paprikapulver und Chiliflocken mariniert und dann im Backrohr gebacken.

 

Kohlsprossen sind laut medical medium Anthony William besonders gesund, sie sind das ultimative Leberheilessen, sagt er in oben verlinkten blog. Die Schwefelverbindungen im Rosenkohl können besonders hartnäckige Gifte, die vielleicht schon seit Generationen weiter gegeben werden, aus der Leber lösen und aus dem Körper leiten. Laut Dr. Greger sind ja generell alle Kreuzblütlergewächse so gesund (über das warum habe ich hier schon mal berichtet), dass man sie täglich in den Speiseplan einbauen sollte. 

 

Und das geht mit  meiner neuen Lieblings-Variante der Rosenkohl-Pralinen leicht. 

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Leben mit Würze

Gerade in der Weihnachtszeit werden viele Kräuter und Gewürze verwendet. Sie können aber das ganze Jahr über viel für unsere Gesundheit tun. Darüber heute mehr

Gewürze für die Gesundheit

Letztens habe ich wieder mal ein Rezept nach gekocht. Es hat super geklungen, aber was mich echt gewundert hat war, dass in dem Rezept keinerlei Gewürze ausser Salz und Pfeffer vorgekommen sind, obwohl da jede Menge Gewürze als Geschmacksrichtung dazu gepasst hätten bzw. haben - ich hab das Rezept ja reichlich ergänzt :-)

 

Gewürze werden schon seit Jahrhunderten in der Küche, aber auch in der Apotheke verwendet, da viele von ihnen eine heilsame Wirkung haben. Sogar unsere nomadischen Vorfahren vor über 20.000 Jahren haben scheinbar schon verschiedene Pflanzen als Gewürze verwendet, die sie gesammelt hatten. 

 

Laut Duden umfasst der Begriff Gewürze Pflanzenteile (wie Blätter, Blüten, Rinde, Wurzeln, Früchte oder den Saft), die frisch, getrocknet oder bearbeitet wegen ihres natürlichen Gehalts an Geschmacks- und Geruchsstoffen als Zutat bei der Zubereitung von Speisen und Getränken aller Art eingesetzt werden. 

 

Früher waren Gewürze ein sehr kostbares Gut,  mit dem Handel betrieben wurde und um das sich sogar Kriege rankten. Pfeffer wurde mit Gold aufgewogen, auch  Zimt war überaus kostbar. Heute sind Safran, Vanille und Kardamom die teuersten Gewürze. Doch welche Gewürze sind die besten? Die, die du gerne magst und daher möglichst oft verwendest, weil fast alle große Vorteile für deine Gesundheit haben. 

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Herbstliche Cookies

Kürbis, Karotten und Äpfel klingen alle ein wenig nach Herbst. Daraus lassen sich ganz einfach, köstliche Kekse zaubern, die dir den Herbst gesund versüßen können.

gesunde Kekse (vegan, glutenfrei, zuckerfrei, ballaststoffreich)

In letzter Zeit habe ich mir wieder viele Koch-Videos (#foodporn :->) angeschaut, momentan am liebsten die von Deliciously Ella (die mittlerweile sogar schon ein eigenes Lokal in England hat) und der Österreicherin mit schweizer Akzent Mrs. Flury

 

Von den beiden stammt auch die Inspiration für die herbstlichen Cookies mit Kürbis, Karotten, Äpfeln und Banane. So werden die Kekse herrlich saftig und natürlich süß. Ausser noch ein paar Rosinen sind sonst keinerlei Süßungsmittel darin enthalten. Durch den hohen Gemüse- und Obstanteil sind die Cookies sehr ballaststoffreich, was gut für unsere Verdauung und Gesundheit ist. In Äpfeln kommt reichlich der Ballaststoff Pektin vor und in Karotten eine sehr darmfreundliche Kombination aus löslichen und unlöslichen Ballaststoffen. 

 

Sowohl Kürbis, als auch Karotten sind besonders reich an Carotinoiden, die der Körper in Vitamin A umwandeln kann. Kürbis hat neben dem bekannten Beta-Carotin, welches entzündungshemmend wirkt auch noch reichlich Alpha-Carotin, was Tumorwachstum hemmen kann, den Alterungsprozess verlangsamt und vor grauem Star schützen kann. Die Karotte unterstützt die Augen durch ihren hohen Anteil an Lutein, ein weiteres Carotinoid und sekundärer Pflanzenstoff.  Und diese tollen Pflanzen und Pflanzenfasern kommen nun alle in diese herrlichen Cookies - hier nun das einfache Rezept. 

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gesunde Schärfe - Ingwer

Ingwer ist nicht nur schön scharf, sondern auch ganz schön gesund. Heute mehr über diese tolle Knolle und ein ungewöhnliches Rezept für den Herbst

gesunder Ingwer

Ingwer stammt eigentlich aus den Tropen und Subtropen, wahrscheinlich ursprünglich aus Sri Lanka, wird aber auch bei uns immer mehr heimisch, zumindest in den Supermarktregalen. Und das ist auch gut so, weil Ingwer sehr gesund ist und auf vielerlei Arten heilsam wirkt.

 

Die Blüten des Zingiber sind sehr schön, aber was wir da zu uns nehmen ist das Rhizom, also die Wurzel der Pflanze, entweder frisch oder als getrocknetes Pulver. Ingwer enthält einige ätherische Öle, verschiedene Scharfstoffe wie das entzündungshemmende Shogaol, die verdauungsfördernden, magenstärkenden und kreislaufanregenden Stoffe Borneol und Cineol, sowie Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium, Natrium und Phosphor. 

 

Ingwer wird schon seit Jahrhunderten als Gewürz- und Heilpflanze verwendet und die gesundheitliche Wirkung nun auch zunehmend mehr wissenschaftlich erforscht. Darüber im folgenden ein wenig mehr und anschließend ein ungewöhnliches, leckeres Rezept mit Ingwersauce. 

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Waldbaden

Shinrin yoku - Eintauchen in die heilende Atmosphäre des Waldes. Was mir als Kind Momente des Glücks beschert hat, haben andere und ich für die Gesundheit wieder entdeckt. Heute ein wenig mehr darüber

waldbaden im Wiener Wald

Ich komme aus einer Familie, die sich beruflich viel im Wald aufgehalten hat. Selbst mein Familienname geht auf einen Beruf, der mit Wald und Holz zu tun hatte, zurück. So war ich als Kind oft mit meinem Eltern, insbesondere mit meinem Vater im Wald; spazieren, wandern, Bäume anschauen und bestimmen, Schwammerl suchen. Selbst bei der Jagd war ich als kleines Kind manchmal mit dabei, das wollte ich dann aber schon bald aus verschiedenen Gründen nicht mehr.

 

Manchmal hatte ich damals im Wald Augenblicke intensiver Glückserfahrung, einmal sogar einfach während einer Autofahrt durch einen schönen Mischwald. Diese Glücksmomente im Wald, die mit nichts anderem vergleichbar waren, sind wahrscheinlich auch der Beginn meiner spirituellen Suche, der Suche nach diesem intensiven, einen plötzlich wie aus den Nichts überkommenden, Glück. 

 

Und vor einiger Zeit, an einem Tag an dem ich eigentlich ein wenig nieder geschlagen war, konnte ich das wieder erleben .... die friedliche Stimmung im Wald, die stille Freude, das zu Hause fühlen im Wald, das einfache Glück. Die Japaner haben für die heilende Wirkung des Waldes den Begriff shinrin yoku - das Baden in der Atmosphäre des Waldes - geprägt und erforschen, wie und wodurch der Wald auf unsere körperliche und geistige Gesundheit wirkt. 

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