Rad fahren, Schwimmen, Laufen lieben lernen

Mit dem großen Ziel des Triathlon kann man auch einen leichten Weg zum Sport finden. Vielleicht motiviert das den Einen oder die Andere von euch - jetzt bei diesen Frühlingstemperaturen und den herrlichen Blütendüften ebenfalls raus zu gehen und los zu starten!

Wie schon mal erwähnt, bin ich ja nicht unbedingt eine Sportskanone. Trotzdem war mir ja eigentlich schon immer klar, dass Bewegung für einen gesunden Körper von essentieller Bedeutung ist. Trotzdem konnte ich mich nicht immer aufraffen, um Sport zu machen. Ich habe phasenweise ein bisserl was gemacht, aber eigentlich nie so richtig, mit Plan und Ziel und Leistungssteigerung und so.  

 

Einige Jahre war ich recht regelmässig im Fitness-Studio, in der Zeit als Aerobic (und später Stepaerobic, BBP, etc.) endlich auch im kleinen Österreich Einzug gehalten hatte. Damals durfte man dabei noch hüpfen und springen, was total Spaß gemacht hat. Dann kam plötzlich die völlige Hysterie, wiieee schädlich das für die Gelenke sei und die Langeweile hielt immer mehr Einzug in die "Hüpf-Stunden" im Fitness-Studio. 

 

Einige Jahre war ich regelmässig laufen. Ich habe einen großen Park von der Haustür, wo es auch immer wieder Laufveranstaltungen gibt - das bietet sich also mehr als an. Ich bin zeitweise sogar täglich gelaufen, so zwischen 3 und 6 km, trotzdem konnte ich fast nie Freude daran empfinden. Ich war meistens nur anschließend froh und erleichtert, den inneren Schweinehund wieder einmal überwunden zu haben - von Glücksgefühlen und Endorphin-ausschüttungen gar keine Rede. 

Ja, so war das bisher - aber jetzt: ich wünschte, ich könnte sagen, ist alles gaaanz anders. Aber die Wahrheit ist, dass ich mich auf dem Weg befinde - der sich auch sehr gut anfühlt und bei dem ich das Gefühl habe, dass er nun in späten Jahren noch zu einem "Sportskanonendasein" führen könnte :->

 

Zunächst kam die zusätzliche Energie durch die Umstellung der Ernährung: keine Einschränkung mehr in der Aufnahme von gesunden, pflanzlichen, vollwertigen d.h. naturbelassenen Kohlenhydraten, die Reduktion von fetthaltigen Lebensmitteln und das Weglassen von Eiern und tierischer Milch und deren Produkten. Viele, die sich so ernähren - vegan, high carb, low fat - machen auch Ausdauersport, einige davon Triathlon. Deren Videos auf youtube (insbesondere von durianrider und David Banana) haben mich inspiriert und motiviert. So habe ich im Vorjahr mal mit dem Radfahren begonnen. Also nicht mehr nur so ein wenig rum gurken mit meinem Faltrad, sondern etwas weitere Strecken fahren mit dem Rennrad. 

 

Seit heuer habe ich nun auch erstmals ein Ziel vor Augen: einen Triathlon über die Sprintdistanz (500m Schwimmen, 20 km Radfahren, 4 km Laufen) Ende August. Für diesen Triathlon trainiere ich nun seit Februar. Ich habe mir verschiedene Trainingspläne im Internet angesehen, aber noch keinen wirklich passenden für mich als Anfängerin gefunden. Zur Zeit versuche ich meinen eigenen Plan: 3 x Woche laufen gehen (mit Hilfe von 2 Trainingsplänen für Lauf-Einsteiger), 1 - 2 x Woche zu schwimmen und 2 - 3 x Woche Rad zu fahren. 

Radfahren macht mir wirklich Freude und ich genieße es fast immer, wenn ich auf dem Rennrad sitze und die Natur an mir vorbei rauscht. Das eine oder andere Mal hatte ich auch schon ordentliche Endorphinausschüttungen, eine Euphorie, die Energie für einiges weiteres gibt. Zur Zeit gehe ich auch, trotz Frühlingswetter, manchmal noch zum indoor spinning, was mir immer Spaß macht. Die Trainerin ist super und total motivierend, das Fahren zur Musik gefällt mir gut und es macht auch Freude sich in der Gruppe abzustrampeln. Momentan schaue ich eben, dass ich 2 bis 3 Mal pro Woche auf einem Rad sitze. Das Radfahren war leicht lieben zu lernen! 

 

Im Februar hat ja mein Schwimmkurs gestartet: 1 x Woche Kraulperfektion. Das Schwimmen lieben zu lernen ist nicht schwer - es ist eigentlich eine wieder gefundene alte Liebe. Es macht mir große Freude, auch wenn es doch ziemlich anstrengend ist. Der ganze Körper ist daran beteiligt, dazu kommt das Sauerstoffdefizit. Das wird durch das Training aber besser und das Körpergefühl nach dem Schwimmen ist einfach herrlich! Ich habe mir auch einige youtube Videos angeschaut zum Thema >> Schwimmtechnik und versuche das Gehörte und Gesehene dann beim Training umzusetzen. Beispielsweise die Videos aus dem Kanal Triathlonszene fand ich hilfreich. Ich würde gerne noch ein 2. Mal in der Woche Schwimmen trainieren, aber dazu fehlt mir momentan leider meistens ein zusätzlicher Wochentag :->

 

Laufen lieben lernen ist eine Übung, die nun doch noch zu gelingen scheint. Nachdem ich hier wieder bei Null beginnen musste, konnte und kann ich nachwievor jede Art der Motivation brauchen, die ich kriegen kann. Super finde ich die Beiträge und die Podcasts aus dem blog von bevegt. Da gibt es viele interessante Beiträge über den Start in eine Läuferkarriere, insbesondere der Trainingsplan für Laufanfänger - so schaffst du deine ersten 15 Minuten am Stück war für mich hilfreich. Ausserdem habe ich einen supermotivierenden, weil auch nett verfassten Plan aus der Zeitschrift Brigitte gefunden (Laufen - der Trainingsplan für Einsteiger), an den ich mich nun weitgehend halte. Übrigens; das mit dem Ruhetag nach einem Trainingstag beim Laufen sollte man als Anfänger wirklich beachten - ich habe mir vor ein paar Tagen, als ich aus Zeitmangel doch an 2 folgenden Tagen laufen war, gleich mal eine kleine Zerrung zugezogen. Mein erstes Lauf-Ziel ist es, 5 km laufen zu können und das unter 30 Minuten. 

 

Es ist zwar recht anspruchsvoll diese 3 Disziplinen zugleich zu trainieren, aber ich liebe auch die Abwechslung und die Vielseitigkeit der Bewegungen und spüre, wie das dem Körper gut tut. Laut Waage habe ich durch den Sport überraschenderweise bisher nicht abgenommen, aber mein Körper ist in totaler Veränderung begriffen ... Fettpolster schmelzen, Muskeln formieren sich. 

 

Vor kurzem habe ich das Buch "Der Hund, die Krähe, das Om ... und ich!" von Susanne Fröhlich gelesen, was mich nun auch noch zum Yoga motiviert hat. Ich mache es derzeit gelegentlich zu Hause nach Trainings-DVDs und hoffe, dass ich damit das notwendige "core training", die Stabilisierung und das Krafttraining für die Körpermitte und zugleich etwas Dehnung machen kann. Pilates wäre auch gut, aber das fand ich eher langweilig. 

Meine Leistungssteigerung ist nun auch erstmals quantifizierbar und dokumentiert, dank Garmin Forerunner 920XT und Trainingskalender, in dem ich alles notiere. Ich hatte vor Jahren schon mal eine Pulsuhr. Damals wusste ich aber eigentlich gar nicht so wirklich etwas damit anzufangen, ausser den aktuellen Lauf darauf zu verfolgen. Von Trainingsbereichen wie GA1, GA2, WSA und Regenerationsphasen hatte ich noch überhaupt keine Ahnung. Und so habe ich auch nur eine gewisse Leistung aufbauen können, diese dann mehr oder weniger halten, aber nicht mehr steigern können. 

 

Jetzt macht es jedenfalls auch total Spaß, hier die Fortschritte und doch schon kleine Leistungssteigerungen erleben und sehen zu können. Bin weiter gespannt, was in meinem Alter da noch alles möglich sein wird und wohin der nun eingeschlagene Weg der Bewegung und des Sports mich noch führen wird. Ein bisschen spukt ja schon das Thema "ultra" in meinem Kopf herum .... :->

Hoffe, mein Weg vom Sportmuffel zur Sportskanone war für euch interessant und vielleicht sogar hilfreich!? Wie war euer Weg zum Sport?  Freue ich mich über weitere Tipps und Austausch zu diesem Thema!  bis bald, Susanne

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