Süßkartoffel-Maki, leicht und lecker selbst gemacht

Maki-Sushi, die japanischen Nori-Reis-Gemüseröllchen kann man in unzähligen Varianten leicht selber machen - lecker sind sie jedenfalls!
Hier mal eine simple Zubereitung für Nicht-JapanerInnen :-)

Maki-Sushi gibt es bei uns ja schon fast an jeder Ecke zu kaufen und sind für Veganer auch eine recht gute Alternative für unterwegs. Man kann sie aber auch leicht selbst machen und mit viel mehr füllen, als nur mit Gurke (kappa-maki) oder Avocado. 

 

Für die Füllung kann man einen speziellen Sushi-Reis verwenden, muss man aber nicht. Praktisch jeder Reis klebt, wenn man ihn nicht vorher wäscht. Ich habe heute eine Mischung aus braunen Mochi-Reis und weißem Langkornreis genommen. Beide Packungen waren offen und wurden so weiter verwendet. In Orginalrezepten wird der Reis dann noch mit Essig gesäuert, gezuckert und gesalzen - aber das kann man auch einfach alles weg lassen. Und Achtung: lasst den Reis erst auskühlen, bevor ihr ihn auf das Nori-Blatt verteilt, denn: heißer Reis, der an den Händen klebt, kann ganz schön unangenehm sein ;->

 

Ich habe dann Blätter der Nori-Alge in Bio-Qualität verwendet, was mir bei den leider immer mehr verschmutzten Meeren wichtig erscheint. Nori Algen sind auch eine gute Quelle für Jod. Wenn man mit der Schilddrüse Probleme hat, sollte man ein wenig auf die Menge, die man davon zu sich nimmt, aufpassen. Also nicht ständig nur noch Maki's essen, auch wenn sie so gut schmecken :->

 

Die Süßkartoffeln habe ich in Spalten geschnitten, etwas Pflanzenmilch mit Mehl (ich hatte gerade eine Reismilch und Vollkorn-Reismehl offen) gemischt, mit Pfeffer, Paprika-Pulver, Knoblauch-Pulver und Cayenne-Pfeffer gewürzt und die Süßkartoffel-Spalten darin gewendet. Diese Spalten wurden dann 30 Minuten im Backrohr bei 180 Grad Umluft gebacken, bis sie braun und knusprig waren.

 

Dann habe ich roten Paprika und Gurke in längliche Stücke geschnitten. Diese wurden dann zusammen mit den gebackenen Süßkartoffel-Spalten die Maki-Füllung. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. In Chiang Mai habe ich auch mal Maki mit Gemüse-Mango und Wassermelonen Füllung gegessen - das war auch sehr lecker!

Das Rollen der Makis ist auch ganz einfach. Mir ist es beim ersten Mal gleich gelungen und man braucht auch keine extra Bambus-Rolle (meine steht nun eher als Deko in der Küche), denn das Rollen geht auch einfach ohne. Man gibt die Füllung nahe der Seite, bei der man zu rollen beginnt. Dann rollt man das Nori-Blatt mit der Füllung möglichst fest zusammen. Am anderen Ende lässt man das Nori-Blatt ca. 2 cm frei von Reis. Diesen Streifen befeuchtet man mit etwas Wasser und kann dann damit die Rolle schließen. Anschließend schneidet man sie mit einem scharfen Messer in ca. 3 - 4 cm breite Stückchen. et voilà!

 

Am Schluß habe ich noch etwas schwarzen Sesam darüber gestreut. Sesam (insbesondere der schwarze) hat neben Ballaststoffen, guten Fetten und Aminosäuren, auch eine Menge Vitamine (E, A, B's) und vor allem Kalzium und Magnesium, noch dazu in einem für den Körper optimalen Verhältnis. Sesam hat im Vergleich zur Milch viel mehr Kalzium (780mg statt 120mg auf 100g), aber leider nicht so eine starke Lobby :->

 

Dann habe ich noch etwas salzreduzierte Tamari-Sauce und Wasabi-Paste in einer kleinen Schüssel dazu angerichtet. 

  

In Japan wird Sushi übrigens mit den Händen gegessen. Sushi mit Stäbchen zu essen ist erst in den westlichen Ländern Mode geworden. Und auch das Wasabi wird eigentlich nicht mit der Soja-Sauce vermischt, sondern getrennt getunkt. So wie sich der japanischste japanische Garten den ich jemals gesehen habe, auch nicht in Japan befindet, sondern in San Francisco. Das mal nur als Anmerkung für jene, die mich immer so komisch ansehen, wenn ich die kleinen leckeren Röllchen mit den Fingern esse :->

Hoffe, euch hat's geschmeckt!? Womit füllt ihr eure Maki's? Da gibt es sicherlich noch einige wohlschmeckende
Kombinationsmöglichkeiten! Freue mich über weitere Ideen! Bis bald, Susanne

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