coleslaw ... ist das einfach Krautsalat?

Für die kommende warme Jahreszeit sind Salate einfach perfekt. Und Rotkraut ist so gesund, dass man es täglich essen sollte. Daher stelle ich euch heute ein einfaches, sättigendes und veganes coleslaw Rezept vor.

Rotkohl und Karotte für veganen coleslaw

Lange habe ich mich ja gefragt, was "coleslaw" eigentlich ist und wie man das richtig ausspricht. In so manchem heimischen veganen Lokal gibt es coleslaw nun auch schon zu bestellen und man, also ich, will mich ja beim bestellen nicht unbedingt blamieren. Hier die richtige "pronunciation" zum nachhören ... nur für den Fall, dass es Euch da ähnlich geht :->>

 

Also, coleslaw ist ein Krautsalat, allerdings schon ein etwas spezieller.  Die klassische Variante besteht aus Weißkohl mit Karotten und einem Mayo-Dressing, hier zu Lande auch manchmal als Farmersalat bezeichnet. Der Begriff kommt eigentlich aus dem Niederländischen (Koolsla) und hat sich dann in England und den anderen englisch-sprachigen Ländern immer größerer Beliebtheit als Beilage zu diversen Gerichten, erfreut. Cole ist auch eine Kurzform für cabbage. 

 

Coleslaw ist also ein Krautsalat aus Kohl mit anderem Gemüse in der Geschmackskombination salzig, sauer und süß, mit einer cremigen Konsistenz. Und das kann man ganz easy in vegan nachbasteln, wie ich euch nachfolgend zeigen möchte.

gesunder Rotkohl

Kraut gehört ja auch zu den Kreuzblütlern, die  wir  laut  Dr. Greger täglich essen sollen, zumindest "half a cup" laut seinem daily dozen, das sind so etwa 100 g. Also, täglich Kreuzblütler - da tut ein wenig Abwechslung schon gut. 

 

Was Dr. Greger und andere Ärzte auch immer wieder betonen ist, dass Gemüse und Früchte mit eindrucksvoller Farbe für uns  auch oft gesünder sind. Rotkohl vereinbart die segensreichen Eigenschaften der Kreuzblütler und hat so viel Farbe, dass er sogar die Finger beim Schneiden färbt. Er ist so gesund, dass Dr. Greger immer einen im Kühlschrank hat und täglich ein Stück davon in seinen smoothie gibt. 

 

Der Farbstoff, der in Rotkohl enthalten ist, heißt Anthocyane. Das sind antioxidative sekundäre Pflanzenstoffe, die ihn eben zu einem besonders gesunden Gemüse machen. 

 

100 Gramm Rotkohl enthalten ca. 3,5 g Kohlenhydrate, 2,5 g Ballaststoffe (wie wichtig die für unseren Stuhlgang und unsere Gesundheit sind - habe ich hier beschrieben), 1,5 g Eiweiss und 0,2 g Fett. 

 

Zudem steckt in Rotkohl insbesondere viel Vitamin C und Vitamin K, aber auch Vitamin B 6 und 9 und Vitamin E. Und natürlich entsteht auch bei Rotkohl aus den Senfölglycosid das tolle Sulforaphan, über das ich schon beim Brokkoli berichtet habe. 

 

In Österreich sagt man eher Blaukraut in Deutschland eher Rotkohl .... ob es aber eher blau oder rot ist, hängt vom PH-Wert des Bodens ab. Ist der Boden sauer, dann entsteht darauf eher ein Rotkohl - ist er basisch geht der Farbton des Kohlkopfes eher ins bläuliche. 

Und hier nun endlich das Rezept für veganen coleslaw

veganes coleslaw

Zutaten: 

ein halber bis 3/4 Kopf Rotkraut fein geschnitten oder gehobelt

2 Karotten geraspelt

 

Und das war's eigentlich auch schon. Ich gebe manchmal noch eine Hand voll Rosinen dazu, oder reibe auch noch einen Apfel rein, oder Fenchel passt auch geschmacklich gut dazu. In diesen coleslaw habe ich auch noch einige Cashew Nüsse klein gedrückt mit dazu gegeben. Die super gesunden Walnüsse würden auch gut dazu passen. Ihr seht schon; viele leckere Varianten sind möglich. 

 

Wichtig ist dann noch, ein cremiges Dressing zu zaubern, in dem das Kraut und die Karotten anschließend im Kühlschrank etwas ziehen sollen: 

 

Zutaten für das Dressing:

Saft 1 Zitrone oder Limette

1 Tl Senf (süß oder scharf)

1 EL Tahini (oder Mandelmus)

bei Bedarf etwas Salz, etwas Pfeffer, etwas Ahornsirup und für etwas mehr Säure noch Essig dazu

 

Das Dressing dann gut mit dem Salat durchmischen und am besten im Kühlschrank etwas durchziehen lassen.

Den coleslaw kann man auch gut in einer größeren Menge vorbereiten und dann 1 bis 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren, wo er immer leckerer wird. 

 

Als Variante für das Dressing kannst du auch ganz einfach eine vegane Mayo zubereiten:

Du nimmst ein Soja-Joghurt Natur (mir schmeckt das von Sojade am besten .... nicht gesponsert, leider ... aber das ist das einzige Soja-Joghurt das nicht pappig schmeckt, meint mein Gaumen) und verrührst es mit Zitrone, scharfen Senf, etwas Salz und Pfeffer und lässt es ebenfalls im Kühlschrank ca. eine halbe Stunde durchziehen - in diesem Fall kann das dann gleich zusammen mit dem coleslaw geschehen :-) 

 

Lasst euch diesen leckeren, gekühlten, salzig süß-sauren, cremigen Coleslaw Salat gut schmecken! 

Vielleicht mögt Ihr dieses einfache, pflanzenbasierte Rezept ja mal ausprobieren!? Oder habt Ihr schon Ideen für weitere Variationen?
Bis bald, Susanne

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