kann snacken gesund sein?

Ein kleiner Snack zwischendurch - kann das unserer Gesundheit vielleicht sogar gut tun? Heute mehr darüber

gesunde snacks, Anthony William Medical Medium

"Snack" ist doch eigentlich ein komisches Wort, woher kommt es überhaupt? Angeblich vom englischen Wort "to snack" = schnappen; jedenfalls bedeutet Snack einen Happen zwischendurch zu essen, eine Zwischenmahlzeit. Irgendetwas, das zwischen Frühstück und Mittagessen, Mittagessen und Abendessen oder nach dem Abendessen gegessen wird. 

 

Vielleicht denkt ihr bei Snack auch an Schokolade und Chips - und die sind natürlich nicht so gut noch dazwischen gefuttert. Laut Medical Medium Anthony William kann snacken zwischendurch jedoch durchaus gesund sein.  Und zwar im häufigen Fall einer Schwäche der Nebennieren.

Nebennierenschwäche

Schwäche der Nebennieren

Alles was sich ungut anfühlt, schädigt wahrscheinlich auch den Körper und lässt uns anfälliger für Krankheiten werden. Dazu gehört eindeutig auch der Stress, mit dem viele von uns heute leben und der zu einer Schwäche der Nebennieren führen kann (siehe auch Anthony William: Mediale Medizin Seite 150 ff). Bis vor kurzen hatte ich noch nie etwas von >> Nebennieren gehört und daher habe ich mal ein wenig recherchiert:

 

Die Nebennieren liegen am oberen Ende der beiden Nieren, sind ca. 3 cm lang und 1,5 cm breit. Sie produzieren eine Reihe von Hormonen und sind wichtiger Teil unseres Hormonhaushalts. Welche und wieviele Hormone produziert werden ist ein komplexer Regelkreis zusammen mit der Hirnanhangdrüse, dem Hypothalamus (der das Nervensystem steuert) und der Schilddrüse. 

 

Die Nebennierenrinde produziert die Hormone Kortisol (zuständig für Stoffwechsel und Stressmanagement), Aldosteron (zuständig für das Gleichgewicht aus Natrium und Kalium) und Androgene (Sexualhormone; darunter auch DHEA, das als Anti-Aging-Hormon bezeichnet wird). Das Nebennierenmark produziert Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin. Diese werden in kleinen Körnchen gespeichert, sodass sie bei Bedarf sofort ausgeschüttet werden können. Sie bereiten den Körper auf eine Stress-Reaktion (Kampf oder Flucht) vor, sie steigern den Blutdruck, die Herzfrequenz, den Blutzuckerspiegel, die Schweißsekretion, stoppen die Darmtätigkeit und erweitern die Atemwege. 

 

Stress veranlasst also die Nebennieren eine extra Portion Adrenalin auszuschütten. Früher waren wir gelegentlich solchen Notfallsituationen ausgesetzt, bei denen die extra Portion Adrenalin Flucht oder Kampf unterstützt und so unsere Überlebenschancen gesteigert hat. Heute hält der Stress über längere Zeiträume an, Tage, Wochen oder Monate. 

 

Bei dauerhaften Stress steigt zunächst auch die Produktion von Kortisol, um dann stark zu sinken mit zahlreichen Auswirkungen auf den Hormonhaushalt, unser Gleichgewicht und unsere Gesundheit. Nach den ersten Auswirkungen der übermässigen Adrenalin- und Kortisol-Produktion wird nun zu wenig von diesen Hormonen ausgeschüttet und diese Schwäche der Nebennieren bringt ebenso viele Symptome, wie völligen Energiemangel, Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit, depressive Verstimmung, erhöhte Infektanfälligkeit u.ä., für welche die Schulmedizin oftmals keine Ursachen finden kann. Die Schwäche der Nebennieren kann jedoch lt. Anthony William mit einer Umstellung von Lebens- und Ernährungsgewohnheiten die uns nicht gut tun, stark verbessert, wenn nicht sogar geheilt werden. 

kleine Anleitung zum snacken

gesunde snacks für unterwegs

Kortisol ist der Gegenspieler von Insulin, daher haben Menschen mit einer Nebennierenschwäche meist auch Probleme den Blutzucker gut zu regeln und bekommen schnell Stress durch einen sinkenden Blutzuckerspiegel.

 

Ein Mittel, um Nebennierenschwäche zu kurieren ist lt. Anthony William, alle anderthalb bis zwei Stunden einen Happen zu essen. Das Essen von Häppchen funktioniert deshalb, meint er, weil so der Blutzuckerspiegel konstant bleibt. Solange die Glukose nicht abfällt, müssen die Nebennieren nicht intervenieren. Dadurch werden sie entlastet und haben Energie für ihre Heilung und Erneuerung. Ich habe früher stark unter dem Abfall von Blutzucker gelitten und dann oft Heißhungerattacken bekommen. Dies hat sich seit der Umstellung auf pflanzenbasierte, möglichst vollwertige Nahrung sehr verbessert. Ich merke, dass der Blutzuckerspiegel und damit auch mein Energielevel viel konstanter geworden sind. Auch die bleierne Müdigkeit nach dem Essen habe ich glücklicherweise gar nicht mehr. 

 

Derzeit geht der Trend jedoch eher in die andere Richtung, nämlich zum Intervall-Fasten, bei dem man eine bestimmte Anzahl an Stunden (beispielsweise 16 Stunden) am Tag nichts isst oder nur 1 - 2 Mahlzeiten pro Tag zu sich nimmt. Das kann sich momentan gut anfühlen, weil die Adrenalinproduktion durch den Hungerstress angekurbelt wird und man so momentan durch das zusätzliche Adrenalin mehr Energie zur Verfügung hat. Mittelfristig kann das aber für die Nebennieren und die Gesundheit schädlich sein.  

 

Für die Nebennieren wäre es günstig, zwischendurch Mini-Mahlzeiten aus einer Mischung aus Kalium, Natrium und Glukose zu machen. Das ist laut Anthony William oftmals eine Kombinationen aus Obst und Gemüse. Beispielsweise 1 Dattel (Kalium), 2 Selleriestangen (Natrium) und 1 Apfel (Fruktose). Oder eine halbe Avocado (Kalium), Spinat (Natrium) und 1 Orangen (Fruktose). Oder 1 Süßkartoffel (Kalium), Petersilie (Natrium) und Grünkohl (Fruktose) mit etwas Zitrone. Viele weitere Beispiele könnt ihr in diesem >> Video finden. Diese sollen kein Ersatz für Hauptmahlzeiten sein, sondern Beispiele für Snacks zwischendurch. 

 

Weitere günstige Lebensmittel für die Nebennieren sind wilde Blaubeeren, Himbeeren, Brombeeren, Bananen, Knoblauch, Brokkoli, Grünkohl, Römersalat, Sprossen, Spargel und rote Äpfel. 

 

Letztens habe ich auch dieses >> Video von Dr. Lisle über Willenskraft angeschaut und er sagt darin, dass wenn du furchtbare Lust auf junkfood hast, dann esse vorher zuerst immer etwas Gesundes, beispielsweise einen Apfel. Wenn man sich das zum Prinzip macht, kann man ungesunden Snacks eventuell auskommen. Er meinte in dem Video auch, dass Studien gezeigt haben, dass Menschen die täglich nur 6 Stunden schlafen, eine starke Tendenz haben junkfood zu essen und so um etwa 300 Kalorien mehr pro Tag zu sich nehmen als Menschen, die täglich 8 Stunden schlafen. Laut Anthony William ist übrigens der Schlaf zwischen 22h und 2h am wichtigsten für die Heilungs- und Reparaturarbeiten des Körpers (siehe "Heile Deine Schilddrüse" S. 301). Bei diesem suchtartigem Verlangen nach junk food oder etwas Süßem braucht der Körper also eigentlich meist etwas Glukose, aber die Gute aus Früchten und Gemüse. 

 

Die gesunde Entscheidung sollte also auch die leichteste Entscheidung sein. Zumindest gilt das für mich so. Denn wenn ich hungrig werde und nichts Gesundes in Griffweite habe, schaue ich mich auch anderwertig um und wenn ich draussen unterwegs bin, wird man heute an jeder Straßenecke fündig. Und leider und zum Glück gibt es ja auch bereits genug veganen junkfood zu finden. Daher habe ich unterwegs gerne ein Glas oder ein Kunststoffbehälter mit essfertigen Gesundem mit dabei. Oft kann ich das dann einfach mit den Fingern essen. Aber ich habe auch immer eine Spork und ein kleines Taschenmesser mit im Rucksack. 

 

Und was nehme ich nun so mit zum snacken? 

 

Geschnittenes Obst, beispielsweise eine Birne und einen Apfel, Bananen in der Schale in 4-5 Stückchen geschnitten (die Ganzen habe ich mir im Rucksack öfters zermatscht), bereits abgerebelte Trauben, halbierte Zwetschken oder getrocknete Früchte wie Datteln, Aprikosen, Maulbeeren, etc. 

 

Rohe Kombinationen wie Knollenfenchel oder Kolrabi  mit Apfelspalten, Gurken- Sellerie- und Karottensticks oder wie am Foto: gekochte Süßkartoffeln mit Karotte und Radieschen. 

 

Ich mag zur Zeit auch die gekauften Rohkostriegel von Lifefood (leider nicht gesponsert). Alle Sorten dieser Lifebar schmecken mir. Sie sind roh, vegan, haben nur wenige Inhaltsstoffe, die natürlich, vollwertig und biologisch sind und deren Basis meistens Datteln sind. Pro Riegel haben sie je nach Sorte so um die 200 kcal und es sind die einzigen Riegel, die ich gut vertrage und von denen mir nicht irgendwie schlecht wird. Zudem sind einige Sorten einfach bei einer großen Supermarktkette um die Ecke erhältlich und man muss nicht extra in den Bio-Laden. Es gibt aber auch lecker Rezepte für Rohkostriegel im Netz! 

 

Wer Lust auf etwas "Salziges" hat, dann sind Back-Kichererbsen mit Gewürzen wie Paprika, Pfeffer, Knoblauchpulver, Currypulver etc. super zum knabbern. Einfach die gekochten oder aus dem Glas/Dose geschütteten und gespülten Kichererbsen in den gewählten Gewürzen etwas wuzeln und bei mittlerer Temperatur backen bis sie braun und knusprig sind. Oder Grünkohl-Chips! Hierfür gibt es auch verschiedene Rezepte im Netz, die teilweise ganz schön aufwendig sind. Ich mag sie am liebsten nur mit etwas Pfeffer und eventuell ein wenig Balsamico-Essig besprüht. Dazu den Grünkohl waschen, trocknen lassen, vom dicken Strung befreien (der kann in den Smoothie oder in die Gemüsebrühe), aufs Backblech auslegen und bei 40 Grad langsam rösten. Dabei die Backofentür immer wieder mal öffnen und die Feuchtigkeit entweichen zu lassen, so werden sie schön knusprig.

 

Das alles kann man natürlich auch zu Hause snacken :-> Auch dort ist es gut, gesunde, vollwertige und leckere Nahrungsmittel zur Verfügung zu haben, sodass man zugreifen kann, wenn man hungrig wird. Soweit mal meine kleine Anleitung zum gesunden snacken. 

Hoffentlich hat euch das Lust auf einen Snack gemacht :-)) Was snackt ihr am liebsten?
Da gibt es bestimmt noch viele gute und gesunde Ideen!? Bis bald, Susanne

Kommentar schreiben

Kommentare: 0