Rosenkohl-Pralinen

Kohlsprossen sind kleine Vertreter der überaus gesunden Kreuzblütlergewächse. Trotzdem mögen viele Menschen sie nicht so wirklich. Heute ein einfaches Rezept, das euch sicherlich gut schmeckt!

Rosenkohl - leckeres Rezept, das jedem schmeckt

Rosenkohl, in Österreich Kohlsprossen genannt, stammt aus Belgien, weshalb er im Englischen Brussels Sprouts heißt - alles klar? :-) 

 

Sie wachsen spiralförmig als kleine Knospen an einem Stamm, der etwa 50 cm hoch ist. Aus diesen Knospen würden im zweiten Jahr die Blüten wachsen. Die Kohlsprosserl werden oft erst nach dem ersten Frost geerntet, wodurch sie noch ein wenig süßer werden. Sie sind ein regionales Gemüse und werden aufgrund der späten Erntezeit gerne als frisches, vitamin- und mineralstoffreiches Wintergemüse verwendet. Dennoch schmecken sie nicht jedem - hier nun eine einfache Zubereitungsart, die fast jeder mögen wird, weil sie die natürliche Süße betont. 

 

Das erste Mal habe ich Rosenkohl im Backrohr probiert nach einem Rezept von Chef AJ, die ja sehr puristisch isst, also wirklich gar nichts Fettes, überhaupt kein Salz, gar nichts Süßes ausser Datteln und tatsächlich nur vollwertig. Sie hat den Rosenkohl nur mit 2 Teelöffel Balsamico-Essig und 2 Teelöffel salzfreiem Senf mariniert und dann im Backofen bzw. airfryer (einer Heißluftfritteuse) gebacken. So haben mir die Kohlsprossen voriges Jahr auch schon sehr gut geschmeckt, wobei ich dafür zerstampfte Senfkörner statt dem Senf aus dem Glas genommen habe.

 

Anthony William hat aber vor kurzem sein Rezept für "Maple Roasted Brussels Sprouts" vorgestellt, das noch besser schmeckt. Dabei wird der Rosenkohl mit Zitrone, Ahornsirup, Knoblauch, Cayennepfeffer, Paprikapulver und Chiliflocken mariniert und dann im Backrohr gebacken.

 

Kohlsprossen sind laut medical medium Anthony William besonders gesund, sie sind das ultimative Leberheilessen, sagt er in oben verlinkten blog. Die Schwefelverbindungen im Rosenkohl können besonders hartnäckige Gifte, die vielleicht schon seit Generationen weiter gegeben werden, aus der Leber lösen und aus dem Körper leiten. Laut Dr. Greger sind ja generell alle Kreuzblütlergewächse so gesund (über das warum habe ich hier schon mal berichtet), dass man sie täglich in den Speiseplan einbauen sollte. 

 

Und das geht mit  meiner neuen Lieblings-Variante der Rosenkohl-Pralinen leicht. 

super gesunde und leckere Kohlsprossen (Rosenkohl)

Zutaten: 

 

150 - 200 g Rosenkohl

eine halbe Zitrone

1 EL Ahornsirup

Pfeffer

 

 

Die Kohlsprosserl halten sich ein paar Tage im Kühlschrank (am besten in einer Papiertüte), dann müssen nur beim putzen meistens mehr äussere Blättchen entfernt werden, da diese mit der Zeit etwas welk und braun werden. 

 

Das Putzen der kleinen Sprossen ist ein wenig aufwendig. Am besten schneidest du unten vom Strunk ein kleines Stück weg, damit entfernst du dann auch schon zugleich die äusseren Blättchen. Das machst du am besten so lange, bis du nur noch frisch aussehende, grüne Kohlsprossen vor dir hast. 

 

Eine Portion für eine Person sind übrigens so etwa 150 bis 200g Rosenkohl ... das nur als kleine Hilfe, weil ich selbst jedes Jahr neu überlegen muss, welche Menge ich von meinem Biobauern bestelle. 

 

Manche schneiden unten den kleinen Strunk noch x-förmig ein, so wird der Rosenkohl schneller gar. Ich finde den Aufwand dafür aber zu groß, weil ich es sowieso lieber knackig mag.  

 

Zu den Kohlsprossen gebe ich dann den Saft einer halben Zitrone, einen Esslöffel Ahornsirup und frisch gemahlenen Pfeffer und vermische alles gründlich, sodass alle Sprosserl mit etwas Marinade bedeckt sind. Das ganze mache ich auch gleich in einer kleinen Auflaufform, die ich dann bei 200 Grad Umluft für eine halbe Stunde ins Backrohr stelle. Einmal habe ich den Rosenkohl auch schon am Backblech gemacht, aber da läuft die gute Marinade davon - das hat sich also nicht so bewährt. 

 

Gut ist es, immer wieder mal ein wenig umzurühren - so wird die Marinade nochmal auf die Kohlsprossen verteilt und sie werden gleichmässig gebräunt.  

 

Ich esse sie dann am liebsten einfach mit den Fingern, wie man Pralinen eben so isst. Wenn du sie lieber mit Besteck essen magst, dann ist es gut, die Kohlsprossen nach dem Putzen zu halbieren, dann kannst du sie leichter anpiksen  .... und sie hüpfen dir nicht so leicht von der Gabel, wie mir das letztens mal passiert ist. Für das Weihnachtsessen vielleicht passender :->  Bei mir stehen die Rosenkohl-Pralinen derzeit mindestens einmal in der Woche am Speiseplan, weil sie soo lecker, einfach zuzubereiten und gesund sind. Sie schmecken sowohl warm, als auch noch nach einem Tag kalt aus dem Kühlschrank. 

Vielleicht passen diese leckeren Rosenkohl-Pralinen auch noch gut zu eurem festlichen Weihnachtsessen!?
Ich wünsche euch gemütliche, freudvolle und friedliche Feiertage!

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