Brokkoli-Falafel 2.0

Heute ein erprobtes Rezept für gesunde Falafel ohne Fett, die super schmecken und in denen sich auch noch super-gesundes grünes Gemüse verstecken kann, falls für kleine oder große Mitesser notwendig :-)

gesunde Brokkoli-Falafel

Vor einiger Zeit hat sich in meinem Gemüsekistl vom Biobauern meines Vertrauens auch ein Rezept für Brokkoli-Falafel mit Tahinisauce befunden. Falafel sind frittierte Bällchen aus pürierten Kichererbsen (manchmal auch Bohnen), Kräutern und Gemüse, die aus der arabischen Küche stammen. 

 

Ich finde Falafel ziemlich lecker und sie sind oft eine gute pflanzliche Alternative wenn ich essen gehe. Aber da sie in Fett gebraten werden, wird mir anschließend eigentlich immer etwas schlecht.  Ausserdem sind sie im Lokal auch fast nie glutenfrei, was ich nicht ganz verstehe. Ich habe sogar schon mal nachgefragt, was da drin ist und die Antwort war: Weizenmehl zum binden. Das ist aber gar nicht notwendig, da Kichererbsenmehl (oder Sojamehl) genauso gut bindet. Und Falafel sind doch eigentlich Kichererbsenbällchen, warum also dann nicht auch Kichererbsenmehl? Nun ja, bisher wurde mein Vorschlag leider noch nicht umgesetzt - also koche ich weiterhin viel lieber selber als essen zu gehen. 

 

Das entspannt mich, ist ein kreativer Prozess und fast immer auch die gesündere Variante. So habe ich auch an diesem Rezept herum probiert. Und möchte euch heute die Version 2.0 vorstellen.  Aber die tolle neue Idee des Originalrezepts war, die Falafel-Bällchen mit Brokkoli zu machen. Wie gesund Brokkoli und andere Kreuzblütlergewächse für unsere Gesundheit sind, habe ich  hier und hier schon erwähnt und nun gehts wirklich zum Rezept. 

Salat mit gesunden Falafel ohne Fett

Zutaten: 

 

500 g Brokkoli

1 Tasse Linsen 

1 Zwiebel

2-3 Zehen Knoblauch

getrocknete Tomaten oder Tomatenmark

ca. 50 g Kichererbsenmehl

 

Folgende Gewürze gebe ich gerne dazu: 

Salz, Pfeffer, Kurkuma-Pulver, Paprikapulver, Thymian, Majoran, Liebstöckl, gemahlener Kreuzkümmel, Ingwer, frische Petersilie. Hier kannst du noch selbst ausprobieren und variieren! Der super gesunde Oregano passt beispielsweise auch noch gut dazu. 

 

Als ersten Schritt den Brokkoli klein schneiden und das wertvolle Sulforaphan entstehen lassen. 

 

Die Linsen waschen und für eine halbe Stunde köcheln lassen, dann den Brokkoli dazu geben und noch so lange weiter kochen, bis du den Brokkoli mit der Gabel oder dem Kartoffelstampfer zerdrücken kannst. 

 

Die geschälte und klein geschnittene Zwiebel, zusammen mit dem geschnittenen oder zerdrückten Knoblauch in einem separaten Topf mit etwas Wasser anbraten. Falls du getrocknete Tomaten verwendest, kommen diese nun auch in den Topf. Dann die Gewürze dazu geben, sie sollen dann der ganzen Masse Geschmack geben und sind zudem äussert gesund, wie ich hier schon mal berichtet habe. Die ganze Mischung weich dünsten. 

 

Dann alle Massen in einer Schüssel vereinen und das Kichererbsenmehl nach und nach unter rühren bis ein klebriger Teig entsteht. Diesen Teig anschließend ca. 20 Minuten kühl ruhen lassen. So kann das Kichererbsenmehl quellen und die Feuchtigkeit binden. Zugleich kühlt die Masse soweit ab, dass du dir beim Bällchen formen, das jetzt gleich kommt, nicht die Finger verbrennst. 

 

Also, nun aus der Masse Bällchen formen, dazu einen Esslöffel der Masse in den Händen rollen. Falafel können die Form von runden Bällchen haben oder auch leicht angedrückt werden, sodass kleine Taler oder Laibchen entstehen.  Es werden so 18 bis 20 Bällchen. 

 

Diese dann auf ein mit Backpaper oder Silikonmatte (da bin ich grad noch am überlegen, was gesünder und für die Umwelt besser ist) ausgelegtes Backblech geben und 20 bis 30 Minuten bei 180 Grad backen, bis sie schön gebräunt sind. Eventuell zwischendurch einmal wenden, damit beide Seiten etwas braun werden. 

 

Sie schmecken warm und kalt, du kannst sie einfrieren und wieder auftauen und essen. Ich esse sie gerne kalt auf einem bunt gemischten Salat mit Tahini-Dressing (aus Zitronensaft, Senf, Tahini, Pfeffer), als Laibchen zusammen mit Karotffelpüree und Karottensalat (ein altes Familienrezept :-)), als Burgerlaibchen in Buns zusammen mit Salat, Tomaten, etwas Ketchup etc., als Bällchen schwimmend in Tomatensauce, .... euer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und da gibt es sicher noch sehr viele leckere Verwendungsmöglichkeiten! Lasst Euch diese gesunde Alternative gut schmecken! 

Falls Ihr die Brokkoli-Falafelbällchen probiert, lasst es mich wissen! Bin neugierig auf weitere Möglichkeiten des Verschmausens!
Bis bald, Susanne

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