Melanzanigerichte und meine Baba Ganoush Version

Jetzt werden schön langsam die Auberginen reif und ich stelle euch heute mein schnelles Rezept für den Auberginen-Aufstrich Baba Ganoush und noch ein paar Ideen zur Melanzani vor

Auberginen-Dip Baba Ganoush

Vorigen Samstag war ich zum Grillen eingeladen und habe dort schon die erste Melanzani, wie die Auberginen in Österreich heißen, aus dem Garten der Gastgeberin verschmausen dürfen. Die Südfrüchte werden also  auch bei uns schon schön langsam reif - Kinder, es ist Sommer :->>

 

Melanzani sind wie Tomaten und Paprika Nachtschattengewächse und haben einen hohen Wasser- und somit geringen Kaloriengehalt. Neben Vitamin B enthalten sie relativ viel Kalium, welches für den Wasserhaushalt und das Säure-Basen-Gleichgewicht, für Herz und Kreislauf, für Nerven und Muskeln im Körper wichtig ist. 

 

Viele Menschen mögen Auberginen irgendwie nicht oder wissen nicht, was sie damit alles Schmackhaftes kochen können. Ich habe sie  in der persischen Küche, die ich beziehungsbedingt einmal vor vielen Jahren kennen gelernt habe, schon lieben gelernt. Mirsa Ghasemi ist eines der wenigen vegetarischen Gerichte, bei dem die Basis das Fruchtfleisch von in der Schale dunkel gegrillten Melanzani ist, welches dann mit viel Knoblauch, Kurkuma, Tomaten und Tomatenmark in Olivenöl gebraten wird. Am Schluss kommt bei Mirsa Ghasemi noch ein Ei dazu (für eine adaptierte vegane Option dieses einfach weg lassen) und es wird gerne mit gekochten Reis warm gegessen, aber die nächsten Tage auch gerne kalt fertig verschmaust. 

 

Die meisten kennen Aubergine zerkocht im Ratatoullie. Ich schneide sie gerne auf und gebe sie zusammen mit Zucchini, rotem Paprika, Tomaten, Knollenfenchel, Zwiebel u.ä. einfach auf ein Backblech und lassen sie zusammen mit ein paar italienischen Kräutern (und eventuell etwas Olivenöl) grillen. Oder mache ein leckere Pastasauce daraus, ähnlich dem Mirsa Ghasemi. Oder Burger-Laibchen (nach einem Rezept von Franz Dumfart). Oder eben diese köstliche Version des Baba Ganoush, die du einmal richtig deftig machen kann und das nächste Mal eher orientalisch lieblich. Und eine Pasta-Sauce kannst du dann aus dem Aufstrich auch noch immer machen.

Zutaten für ein einfachen, veganen Auberginen Aufstrich

Zutaten: 

 

1 Melanzani

1 Knoblauchzehe

1 mittelgroße Zwiebel

1 rote Paprikaschote

2 Esslöffel Tahini

Saft einer halben Zitrone

Salz

Pfeffer

Chiliflocken

 

Die Aubergine halbieren und mit der aufgeschnittenen Fläche nach oben auf das Backblech legen. (Oder die ganze Melanzani einige Male mit der Gabel anstechen und so im Backrohr für ca. 45 Minuten grillen - so ist das Fruchtfleisch anschließend noch etwas saftiger.) Die Knoblauchzehe, die halbierte Zwiebel und den geschnittenen roten Paprika ebenfalls aufs Blech legen und alles bei 180 Grad rösten lassen, bis alles schön braun gegrillt ist, was in etwa eine halbe Stunde dauert. Dann das Fruchtfleisch von der Schale der Melanzani lösen. Alle Zutaten zusammen mit dem Saft einer halben Zitrone, etwas Salz, Pfeffer und Chiliflocken und zwei Esslöffel Tahini (Sesammus) in den Mixer geben. Alles mehr oder weniger fein (je nachdem wie du es gerne magst) pürieren. Fertig!

 

Mein Aufstrich ist mit der ganzen Zwiebel recht deftig geraten. Wenn ihr also mal Lust auf etwas wirklich Pikantes (und eventuell an Zeiten des Fleischtiger-Dasein Erinnerndes) mögt, dann nur zu! Ich würde das nächste Mal nur noch eine halbe Zwiebel nehmen oder diese vielleicht auch mal ganz weg lassen. Verfeinern kannst du den Aufstrich auch noch mit Petersilie, Korianderkraut oder auch mit Kreuzkümmel, Paprikapulver und ähnlichen Gewürzen. 

 

Ich habe den Auberginen-Aufstrich dann mit Gemüsesticks (Karotte und Gurke), als Brotaufstrich für unterwegs (siehe Foto), als Aufstrich für Reiswaffeln als kleinen abendlichen Snack und zuletzt noch als Sauce für meine Gemüse - Reisnudelpasta (siehe Foto unten) gegessen. Ein Foto der Auberginen-Burger-Bratlinge kannst du unten auch noch bewundern. Hoffentlich liefert Euch das ein paar Ideen, was ihr mit den nun reif werdende Melanzani alles Leckeres kochen könnt! 

Lasst es euch pflanzlich gut schmecken und genießt die Sommertage! Bis bald, Susanne

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