Spirituelle Reise

Mein spiritueller Weg hat schon früh begonnen, daher ist die Reise lang, bunt und recht unterhaltsam. Heute erzähle ich euch die Geschichte dazu

Tiruvanamalai Ramana Ashram

Meine spirituelle Reise hat mit 13 Jahren begonnen; in der Unterstufe des Gymnasiums hatten wir einen Religionslehrer, der gerade seine Hippie-Zeit in die frühen 80iger Jahre rettete. Er hatte langes blondes Haar und einen Bart, er trug noch Jeans mit Schlag und Ledersandalen. Was er uns im Religionsunterricht erzählte kann ich mich nicht mehr erinnern, aber er bot eines Tages an, am Samstag Morgen vor dem Unterricht eine Art Entspannungstraining mit Schülern zu machen, die unter Prüfungsangst litten. Die hatte ich dann erst in Studienzeiten, aber eine Schulfreundin war davon betroffen und wollte das gerne probieren, aber nicht alleine - so kam ich, neugierig wie ich sowieso bin, mit. Und was ich dann an diesen Samstagen um 7 Uhr erlebt habe, hat vermutlich mein ganzes Leben beeinflusst und war der Startpunkt für meine spirituelle Reise. 

 

Er lehrte uns die Atmung zu beobachten, zu verlangsamen, innerlich ruhig zu werden, in eine Art Trance zu kommen und mit dem Geist aus dem Körper auszusteigen. So machten wir vielerlei Übungen, die mir so gefielen, dass ich mir auch in meinem Kinderzimmer eine "Meditationsecke" einrichtete. Passende Räucherstäbchen hatte ich damals auch schon, da eine Bekannte meiner Eltern lange Zeit in Indien gelebt hatte und meinen Eltern immer indische Mitbringsel schenkte, die ich mir gerne schnappte, um damit zu spielen.

 

Leider musste der Religionslehrer dann bald wieder die Schule verlassen. Ich hatte durch ihn auch meinen ersten Rausch - vielleicht war das ein Grund. Wir hatten nämlich einmal auch eine spirituelle Wanderung gemacht, sind barfuss - um die Erde ganz direkt zu spüren - allerdings bei Nässe und Kälte auf eine Berghütte gewandert. Oben angekommen, waren wir Teenager alle völlig durchfroren und der Lehrer meinte, dass uns Glühwein gut aufwärmen würde. Und das tat er ja auch .... uns wurde so warm, dass wir dann oben am Heustober, wo wir schlafen sollten, noch Strippoker spielten, doch dann bald müde vom ersten Alkohol einschliefen :-) In der Zeit von 15 bis 30 las ich viele Bücher, zunächst einige Bücher über Parapsychologie und Nahtoderfahrungen, die meine Mutter im Bücherschrank hatte, später die der gerade aufkommenden New Age Szene, allen voran Shirley McLaine und Richard Bach, der mit der Möwe Jonathan bekannt geworden war. Eine Freundin und ich versuchten mit Gedankenkraft Wolken am Himmel aufzulösen, wie Richard Bach das im Buch "Illusionen" beschrieben hatte - aktiv tat ich in dieser Zeit spirituell sonst aber nichts. 

Mit 30 trat dann eine alte Schulfreundin wieder in mein Leben mit der Frage, ob ich glücklich sei und was Glück für mich bedeutet. So ging die spirituelle Reise weiter. Und zwar mit Osho, der ein paar Jahre zuvor schon seinen Körper verlassen, aber ganz viele Bücher und Videoaufnahmen mit seinen talks hinterlassen hatte, die ich mir zusammen mit der Freundin anschaute. Beim ersten Anblick von Osho auf einem Video musste ich sehr lachen; er trug gerne schillernde Roben und Mützen und ich fand, dass er wie ein glitzernder Weihnachtsmann aussah. Ich habe dann seine, zu der Zeit laufend in Deutsch erscheinenden Bücher gelesen, alle seine Meditationen probiert und in Wien an einer "Encounter"-Selbsterfahrungsgruppe teilgenommen. Die Leiter der Gruppe waren Sannyasins und schon im Osho-Ashram in Pune gewesen und meinten, dass ich dort gut hinpassen würde. Also machte ich mich das erste Mal auf den Weg nach Indien. Ich hatte aber leider nur 10 Tage Zeit, sodass die Erfahrung im Ashram eine sehr kurze, aber intensive war. Am schönsten habe ich noch eine Techno-Tanz-Party vor der alten Buddha-Hall in Erinnerung :-)

 

Osho war ein wunderbarer und witziger Erzähler und übernahm viele Geschichten und Methoden von Religionen, Mystikern (die Gott direkt erfahren möchten innerhalb ihrer jeweiligen Religion) und spirituellen Lehrern. So erzählte er auch gerne über G.I. Gurdjieff und es gab in Pune Videos, wo die "Sacred Movements" gezeigt wurden, die mich so sehr berührten, dass ich mich dann auf die Suche nach mehr Informationen machte. Ich las "Auf der Suche nach dem Wunderbaren" von seinem Schüler Ouspensky und fand eines Tages einen "Gurdjieff Sacred Movements" workshop in Wien und James Tomarelli, mit dessen Gruppe ich die nächsten Jahre verbrachte. Schwerpunkt waren dabei die innere Übung der Achtsamkeit (sich seiner selbst zu erinnern), was beispielsweise mit kurzen Stop-Übungen - jemand ruft plötzlich "Stop" oder läutet ein Glocke und alle, die das hören, gefrieren in der Bewegung und im Sein, werden "wach" und achtsam (diese Übung hatte Osho übrigens auch beschrieben und in seinem Ashram übernommen) - und angeleitete Meditationen in der Früh und am Abend. Einen Großteil des Tages haben wir im Schweigen zugebracht - so werden die inneren Stimmen umso lauter.

 

Die meisten Stunden der Workshops waren den Sacred Movements gewidmet, die Gurdjieff entwickelt hatte - eine komplexe und komplizierte Abfolge von Bewegungen, bei der viel Koordination zwischen den Armen und Beinen und rechts und links erfolgen muss, sich die Choreografie zu merken ist, alle Bewegungen genau im Rhythmus mit den von de Hartmann dazu komponierten Liedern sein soll und zugleich oftmals noch bestimmte Wörter und Sätze gesprochen werden. Ein Teil der Aufmerksamkeit soll dabei innen bei dir bleiben und Teil der Aufmerksamkeit im Aussen, auch um die Bewegungen exakt mit denen der anderen Gruppenmitglieder abzustimmen. Irgendwann wurde es dem Gehirn zu viel, andere Gedanken waren zugleich sowieso nicht möglich, und so kam ich oft in einen Flow-Zustand, ein Zustand in dem alles leicht ist. Einmal machte ich während eines Tanzes die Erfahrung, dass meine Gedanken ganz langsam wurden und wie ein super-slowmotion ticker die Gedanken durch meine Stirn zogen. So konnte ich auch in Zeitlupe erfahren, wie ein Gedanke dann eine bestimmte Emotion und Körperempfindung auslöst. Anschließend war ich noch viele Stunden wie ein Beobachter meiner Selbst, ich konnte mich wie von Aussen beobachten und das weltliche Geschehen berührte mich wenig, ein Gefühl von tiefen Frieden durchströmte mich.

 

Abgesehen davon, dass ich Tanzen von ganzen Herzen liebe, hatte ich noch viele wunderbare spirituelle Erfahrungen während der meist einwöchigen Workshops. Einmal haben wir auch die Tradition von Gurdjieff's achtsamen Trinken probiert; dabei wurden große Mengen Grappa mit großer Achtsamkeit getrunken - interessanterweise wurden wir wirklich nicht so richtig betrunken, ein Teil der Achtsamkeit blieb erhalten. Die Teilnahme an der Gruppe von James Tomarelli wurde aber immer anstrengender, wir sollten immer mehr Zeit fürs Meditieren, Kontemplieren, sich über die Erfahrungen mit den anderen Mitgliedern austauschen, zu einem Thema forschen aufbringen. Zugleich hatte ich immer mehr das Gefühl, dass ich die schönen Erfahrungen nicht willentlich erzeugen und somit nicht wiederholen kann. So habe ich mich dann der damals im Westen aufkommenden Advaita-Szene zugewandt und mit den Gurdjieff Sacred Movements aufgehört. Doch meine Suche nach Erleuchtung war noch nicht vorüber. 

Selbstgespräche Karl Renz Koh Samui 2013

Zu meiner Osho-Zeit hatte ich begonnen im "Esoterik-Forum" zu schreiben und dort schöne Beiträge von einem owk Edgar Hofer gelesen, der ein "Satsang-Forum" gegründet hatte, wo ich nun auch öfters online mitlas und schrieb. Die neue Advaita-Szene (A-dvaita = Nicht-Zwei) im deutschsprachigen Raum war gerade am entstehen und viele neue Namen und Gesichter tauchten plötzlich zu diesem Thema auf. Satsang wurde als das Zusammen-Sein in Wahrheit beschrieben und bedeutete, dass man einem Erwachten oder Erleuchtenden lauschte und ihm Fragen stellen und so direkt das Göttliche erfahren konnte. Ich war dann bei so ziemlich allen, die zu dieser Zeit nach Wien kamen und Satsang gaben. Ich war u.a. bei Om.C. Parkin, Pyar, Madhukar, öfters bei Samarpan und irgendwann kam dann ein Karl Renz nach Wien zu "Selbst-Gesprächen". Da dachte ich mir, na, den guck ich mir jetzt auch noch an. Und saß das erste Mal dort, gut verwirrt und noch am prüfen, ob der "echt erleuchtet" sein kann ... wie wenn ich das beurteilen könnte :-)) "Sei, was du nicht, nicht sein kannst" ist so ein Spruch von ihm als Hinweis auf das Göttliche. Im Neo-Advaita kannst du vieles tun, wie Meditieren etc. - du wirst die "Erleuchtung" aber nicht > Durch dein Tun erreichen, sondern > Trotz deines Tuns. Naja, es war, wie gesagt recht verwirrend für den Verstand und der hat sich dann auch meist irgendwann während der talks ausgeschalten. Ich habe das Sitzen in der Energie und in der leeren Stille des Verstands bei Karl geliebt - aber ausserhalb war immer wieder alles wie gehabt. So bin ich ihm und seinen "Selbst-Gesprächen" viel nach gereist, nach Deutschland, Thailand und nach Indien.

 

Karl hatte oft von der Kraft des heiligen Berges Arunachala in Tiruvanamalai in Indien gesprochen, der eine Manifestation des Gottes Shiva darstellt und wo Ramana Maharshi gelebt hatte. Also flog ich eines Tages nach den talks von Karl in Bombay mit einer Gruppe weiter nach Chennai und nach Tiruvanamalai, kurz Tiru. Man kann dort auch einige Tage direkt im Ramana-Ashram, dem Sri Ramanasraman verbringen, was ich machte. Täglich ging ich in den Ashram zu den Pujas und zu den Höhlen in denen Sri Ramana über Jahrzehnte in Stille saß. Einmal war ich mit zwei Freundinnen am Gipfel des heiligen Berges, die eine Freundin mit Flipflops und ich im langen Rock - irgendwie hatten wir die Wanderung auf 817m völlig unterschätzt. Oben wurden wir von einem Sadhu begrüßt und gesegnet. Und viele Male habe ich den heiligen Berg umrundet, was am Weg zur Selbsterkenntnis und zur Erleuchtung helfen soll. Es gibt eine innere Route durch die Wiesen und Wälder und einen äußeren Weg auf den Straßen für diese Pradakshina genannte Umrundung. Einmal sind wir auch mit einem Ochsenkarren rund um den Berg gefahren und besonders eindrucksvoll in Erinnerung habe ich die nächtliche Pradakshina zu Maha Shivaratri, dem dunkelsten Neumond im Jahr (dem 12. Monat des hinduistischen Mondkalenders) und dem höchsten Feiertag zu Ehren Shivas. 

 

Irgendwann als ich im Ashram bei einer Puja saß, ging ein Schütteln durch meinen Körper. Ich saß am Boden, die Beine überkreuzt und das Vibrieren und Schütteln ging von unten vom Steißbein weg, die gesamten Wirbelsäule entlang, sodass oben auch mein Kopf zunehmend wackelte. Es war relativ sanft, trotzdem war es mir peinlich und ich versuchte es zu unterdrücken, was auch gelang. Aber mit der Zeit wurde das Unterdrücken anstrengender, als die Schlangenbewegungen einfach zuzulassen. Nachdem es einen Mann in der Gruppe rund um Karl gab, den es ebenfalls immer schüttelte und auch im Ashram ein paar wenige Menschen zuckten und wackelten, traute ich mich, es dort immer mehr zuzulassen.

 

Ich fühlte mich verbunden mit der Existenz, im Fluss des Lebens. Jeder Schritt, jeder Atemzug, jede Tätigkeit fühlte sich richtig, ja eigentlich vollkommen an. Immer wieder zog es mich in den Tempel in der Stadt und in den Ramana-Ashram, wo ich lange in Stille saß und wackelte. Das Bedürfnis nach Meditation war stark und ich gab ihm gerne nach.

Tashi Rabten, Letzehof

Also kann man vielleicht doch etwas tun? Ist doch Meditation der Weg? Wenn ich mich setzen möchte, kann ich mich auf den Stuhl setzen. Kann ich doch auch "Erleuchtung" gezielt erreichen? Und was meint der Buddhismus dazu? Das war plötzlich die Idee, als sich durch das Sitzen bei Karl sonst auch nichts weiter tat. Ich las viele buddhistische Bücher, auch von einem Geshe Rabten, der in der Schweiz (wohin viele Tibeter geflüchtet sind) ein tibetisch-buddhistisches Kloster aufgebaut hatte, wo bald eine Sommerwoche mit Unterweisungen von Gonsar Rinpoche angeboten wurde - also fuhr ich über Lausanne und Montreux nach  Rabten Choeling und erhielt die ersten buddhistischen Unterweisungen. Um länger im Kloster in der Schweiz oder dem Klostersitz in Vorarlberg bleiben zu können, brauchte man aber erst eine Bewilligung zum Studium von Gonsar Rinpoche - soviel hatte ich beim ersten Kurs mit bekommen. 

 

Da mich zu der Zeit in Wien nichts hielt und ich auf der Suche nach einem Platz war, wo ich länger zurück gezogen leben und praktizieren konnte, hatte ich auch Puregg - Haus der Stille, eine Alm am Fusse des Hochkönigs in Salzburg gefunden, wo man Mitglieder für die Hausgemeinschaft suchte und wo spirituelle Seminare, die in Schweigen abgehalten werden, angeboten werden. Man lebte in einem klösterlichen Tagesrhythmus der morgens zwischen 5 und 5.30h mit dem gemeinsamen Zazen begann und mit einer christlich-mystischen Lesung endete. Der restliche Tag war mit Arbeitszeiten, einer Studienzeit, Nahrungsaufnahme und Pause eingeteilt und abends nochmaliger Meditation. Während der Kurse wurde für die Teilnehmer gekocht, gemeinsam gegessen, gearbeitet und meditiert. 

 

Dort habe ich das Schweigen wieder gefunden, das ich schon bei den Gurdjieff Seminaren schätzen gelernt habe. Der ganze Smalltalk fällt weg, man sagt nur noch, was einem wirklich wichtig ist zu sagen, wenn man mal sprechen darf. Ich habe in Puregg viele glückliche Momente erlebt, vor allem durch den tiefen Kontakt - der gerade durch das Schweigen intensiviert wird - mit gleichgesinnten spirituell Suchenden und Praktizierenden und durch das einfache Leben in und mit der Natur rund um das Haus. Ich hatte dort im Wald ein Katzenbaby gefunden, die mir dann zum Haus gefolgt ist und die die Klosterkatze wurde. Mit ihr Zeit im Garten zu verbringen, mit Blick auf die umliegenden Almen und Berge hat mein Herz vor Freude hüpfen lassen. Ich habe den klösterlichen Tagesablauf und das tägliche Meditieren sehr geschätzt und viele unterschiedliche Lehren (aus allen Richtungen des Buddhismus und der christlichen Mystik) und Lehrer kennen lernen dürfen, was eine große Bereicherung war. Aber es war auch eine schwere Zeit, immer wieder musste ich lieb gewonnen Gäste gehen lassen und das Zusammenleben mit der Leiterin des Hauses war schwer, sodass ich oft die einzige Person in der Hausgemeinschaft war. So zog ich nach 14 Monaten weiter nach Vorarlberg, an den Letzehof. Ich hatte von Gonsar Rinpoche die Erlaubnis erhalten in Tashi Rabten tibetischen Buddhismus zu studieren. 

 

Tashi Rabten in das einzige buddhistische Kloster in Österreich. Es ist eigentlich ein Männerkloster, jedoch leben dort auch einige Nonnen und einige Studenten. Zudem gibt es einen Gästebetrieb. Auch dort gab es einerseits viel zu tun (diesmal jedoch eher ohne Plan) und eine Art gemeinsames Praktizieren, das aber einem geheimen Plan zu folgen schien, den ich bis zum Schluss nicht verstand. Regelmässig fanden Pujas statt, gemeinsame Opfergaben und Gebete, die in Tibetisch abgehalten wurden.  An Nachmittag hatte ich dann meist 1 bis 2 Stunden Unterricht, in dem zunächst hauptsächlich Tibetisch gelernt werden sollte, da dass ja die verwendete Hauptsprache war und man später auch die Originalschriften lesen können sollte. Die Unterweisungen durch Gonsar Rinpoche waren schön, aber insgesamt blieb für mich vieles im Dunklen. Ich versuchte mich an das Leben dort anzupassen, auch an den Schwerpunkt auf den Mönchen und männlichen Studierenden. Das gelang mir aber nur mühsam und ich hatte auch immer weniger den Eindruck, mich dort spirituell weiter entwickeln zu können. So ging ich nach 10 Monaten auch von dort wieder fort, mit einem Gefühl der Enttäuschung und Leere, denn ich wusste nicht mehr, wie mein Weg jetzt noch weiter gehen könnte.

Dr. Joe Dispenza Dubai 2020

Zurück in Wien gab mir eine Freundin ein Buch von Dr. Joe Dispenza in die Hand - "Ein neues Ich" oder wie es im Original heißt: "Breaking the Habit of Being Yourself", welches ich zunächst zögerlich las - zu enttäuscht war ich noch von meinen letzten spirituellen Versuchen, allerdings probierte ich auch schon einige der darin vorgestellten Gedankengänge und Techniken, die hilfreich waren und mich ruhiger und wieder zuversichtlicher werden ließen. 

 

Dr. Joe Dispenza ist durch den Film "What the Bleep do we Know" bekannt geworden und schafft eine interessante Verbindung zwischen Spiritualität und moderner Wissenschaft & Forschung, die ich schon in "Gurdjieff-Zeiten" damals angeregt durch James Tomarelli, spannend fand. Auch die Ansätze und Meditationen erinnern mich an die Inner Exercises von Gurdjieff; dem engen und dem erweiterten Fokus der Aufmerksamkeit, die Beschäftigung mit der Zirbeldrüse, die Aufmerksamkeit während der Meditation aber auch im Alltag halten zu können und das Generieren einer starken Gruppenenergie während der workshops. Dr. Joe hält inspirierende Vorträge und leitet Meditationen an, in denen es darum geht, sich seiner Gedanken und Gewohnheiten bewusst zu werden, völlig im Jetzt-Moment zu sein - und nicht in der bekannten Vergangenheit oder der vorhersagbaren Zukunft. Viele leben heute im stressigen Überlebensmodus, der uns Energie raubt und krank macht. 

 

Dr. Joe beschäftigt sich mit Gehirnwellen, Herzkohärenz, Frequenzen, Energiezentren, dem Quantenfeld, mit Epigenetik und vielem mehr. Mit seinen Methoden kannst du dein Leben verbessern, aber auch ein Tor zum Mystischen finden. Durch eine klare Intension mit einer starken positiven Emotion dazu, beispielsweise Dankbarkeit, dem Gefühl wie wenn das Gewünschte bereits erfüllt wäre, können Wünsche erfüllt werden. Im Kleinen gelingt mir das bereits manchmal. 

 

"nowhere, no time, no one, nobody and nothing" zu werden ... das ist die Brücke von 3D in 5D - ins Feld, das göttliche Feld, dem Quantenfeld mit unendlichen Möglichkeiten, wo jeder Gedanke eine Frequenz ist, dem ewigen Jetzt, zur Quelle ... von wo aus Neues manifestiert werden kann und so neue Neuronenverbindungen im Gehirn erzeugt werden, die zuvor nur aus alten Erfahrungen und Emotionen heraus entstanden sind. Wenn man über den analytischen Verstand hinaus geht, im Jetzt-Moment ist, arbeitet das Gehirn auch wieder ganzheitlich, das Herz schlägt kohärent, das magnetische Feld rund um das Herz kann sich bis zu 3 Meter weit ausdehnen, die Energie wird geändert - sie wird Welle, statt Partikel. 

 

Dr. Joe hat viele verschiedene angeleitete Meditationen geschaffen, die teilweise aufeinander aufbauen und einen bei verschiedenen Gelegenheiten unterstützen. Damit habe ich nun auch wieder eine Möglichkeit gefunden, mit der ich Stille im Kopf und einfach friedliches Sitzen im Sein selbst herbei führen kann. Natürlich gelingt das nicht täglich, aber doch immer wieder mal. Seit über einem Jahr meditiere ich zumindest einmal täglich, oft aber auch in der Früh und am Abend, manchmal sogar noch öfters. Besonders motiviert bin ich nach dem Weeklong Intensive Workshop, an dem ich im Jänner dieses Jahres teilnehmen konnte. Die Stimmung dort war toll und die hohe Gruppenenergie eine große Unterstützung, um tief in die Stille einzutauchen. Auch die Kundalini-Energie, das schlängelnde Bewegen der Wirbelsäule, tauchte dort und seitdem wieder häufiger auf. Dr. Joe führt einen in den "space", in ein schwarzes Nichts, wo ich mich von mir selbst löse und meine Aufmerksamkeit von allem weg geht, was ich kenne, auch vom eigenen Körper. Der Tropfen löst sich im schwarzen Ozean auf, stille Verbundenheit stellt sich ein. 

 

Zugleich bin ich auch wieder über Edgar OWK "gestolpert" und lausche seinen Online-Satsangs, die in mir auch ein tiefes Gefühl von Frieden und eigentlich schon Angekommen-Sein auslösen. Dieses Gefühl ist aber im Alltag nicht ständig haltbar und dann unterstützen mich die Meditationen von Dr. Joe, so kann ich mich doch der Quelle immer wieder annähern. 

 

Also, ganz sicher bin ich nach wie vor nicht, ob alle oder kein Weg nach Rom führt :-) Und vor kurzem habe ich Edgar in einem Online-Satsang sogar sagen gehört "alle Wege geschehen in Rom" :-)) Das ist sie jedenfalls, meine spirituelle Reise bis zum heutigen Tag

Puh! Das war bis jetzt schon eine ganz schön lange Reise ... viel zu lang für einen Blog-Artikel und zu kurz für ein Buch :-))
und wer weiß, wie sie weiter geht ... vielleicht treffen wir uns ja unterwegs auch mal?! Bis dahin, alles Liebe, Susanne

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Kommentare: 1
  • #1

    Katharina Schwaiger (Donnerstag, 17 Dezember 2020 19:42)

    Wo du schon überall warst, liebe Susanne.
    Sehr spannend geschrieben.
    Seit der Zeit von Puregg kennen wir uns, seitdem begleitet uns eine tiefe Verbundenheit in unserer Freundschaft.